Praktischer Guide · Reise planen

Internet in Japan: warum ich von Pocket WiFi auf Airalo gewechselt bin

Mein erstes Jahr habe ich Pocket WiFi gemietet. Jetzt empfehle ich allen Airalo. Fünf Minuten zu Hause einrichten und du landest mit Balken.

~ 5 min Lesezeit
Nick van der Blom · Gründer & Reisejournalist
Besucht März 2026

Auf einen Blick

App
Airalo
Tarif
3 GB · €8,50
Setup
Vor dem Flug

Bei meiner ersten Japan-Reise 2017 habe ich gemacht, was jeder Reiseblog sagte: Pocket WiFi gemietet. Am Schalter in Narita abgeholt, drei Formulare unterschrieben, jeden Abend geladen, in einen gelben Postkasten in Haneda eingeworfen vor dem Heimflug. Es funktionierte. Es hat auch 90 Minuten Reibung über die Reise verteilt und €70 auf die Rechnung gepackt.

Seit 2024 mache ich jede Japan-Reise mit einer einzigen Airalo eSIM, gekauft von der Couch in Frankfurt am Abend vor dem Flug. €8,50, fünf Minuten, keine Schalter, keine Postkästen. Balken kommen automatisch, sobald ich lande. Das empfehle ich jetzt allen — und der einzige Grund, warum ein normaler Reisender 2026 noch Pocket WiFi mietet, sind Gruppen ab drei, die eine Verbindung teilen.

Anleitung

Airalo eSIM vor dem Abflug einrichten

~ 5 MinuteniPhone XS oder neuer / Pixel 3+WLAN zu Hause

  1. Kauf die eSIM zu Hause auf der Couch

    Öffne die Airalo-App — such nach "Japan" — nimm den Moshi Moshi 3 GB / 30 Tage-Tarif für €8,50, wenn du ein bis zwei Wochen unterwegs bist. Die App installiert die eSIM direkt per QR-Code auf dein iPhone oder Pixel. Du musst nicht in Japan sein; du musst nicht warten, bis du landest. Fünf Minuten von der Couch in Frankfurt.

    Airalo-App mit Japan-Länderseite, Moshi Moshi 3GB-Tarif markiert als empfohlen

    Tipp: 3 GB / 30 Tage reichen für zwei Wochen Google Maps + WhatsApp + etwas Instagram. Mehr Streaming oder längere Reise? Nimm 10 GB für €16. Nicht überdosieren — Airalo-Tarife laufen ab und werden nicht übertragen.

  2. Aktiviere sie jetzt, schlaf darüber, steig ins Flugzeug

    Nach dem Kauf fragt die App, ob du die eSIM installieren möchtest — annehmen. Setz sie als Zweitleitung und schalt mobile Daten auf der deutschen SIM aus. Handy zurück in die Tasche. Nicht in Panik geraten, wenn keine Balken erscheinen — die eSIM verbindet erst in Japan. Das ist Absicht.

    Airalo-App zeigt die eSIM als installiert und aktiv, 3GB verfügbar
  3. Land in Tokio, Internet läuft

    Räder auf der Bahn in Narita oder Haneda — die Balken kommen, bevor die Kabinentüren öffnen. Google Maps lädt am Gate, die JR-Pass-Rechnung passiert während des Gepäckbands, und du buchst ein Skyliner-Ticket beim Zoll. Der "kein SIM-Kiosk am Flughafen"-Stress, der 2018 jede Reise 30 Minuten gefressen hat, ist einfach weg.

    Hand mit Smartphone in einer japanischen Ankunftshalle, Balken sichtbar
    Balken kommen automatisch. Kein Kiosk, kein SIM-Tausch, keine Aufladung.
    Vom Tokio-Flughafen zur Stadt
  4. Wann Pocket WiFi noch gewinnt

    Reist du mit drei oder vier Leuten, die ein Mobilbudget teilen? Pocket WiFi für ¥600/Tag aufgeteilt auf drei Telefone schlägt drei eSIMs. Abholung am Flughafenschalter; vor dem Heimflug in einen Postkasten an einem großen Bahnhof. Sinnvoll für genau diesen Fall — sonst frisst die eSIM es auf.

    Kleines weißes Pocket-WiFi-Mietgerät auf einem hölzernen Hotelschreibtisch
    Pocket WiFi lohnt sich für Gruppen ab drei — sonst ist eine eSIM günstiger und weniger im Gepäck.
    Airalo — die Japan-eSIM kaufen (öffnet in neuem Tab)

Was du wissen solltest

  • Deine deutsche Nummer funktioniert weiter für SMS. eSIM als Datenleitung, deutsche SIM als Sprach-/SMS-Leitung. 2FA-Codes deiner Bank kommen weiter auf der DE-Nummer. Nicht abschalten — nur mobile Daten aus.
  • Alternativen, die auch funktionieren. Ubigi (oft etwas günstiger, weniger schicke App), Saily, Holafly. Sakura Mobile, wenn du eine physische lokale SIM mit japanischer Nummer für ¥3.500/Woche willst. Airalo hat einfach die sauberste UX.
  • Abdeckung. Moshi Moshi läuft auf SoftBank — volle Abdeckung in Städten, sehr gut im ländlichen Honshu, dünn im tiefen Hokkaido und ländlichen Shikoku/Kyushu. Gleiches Problem bei jedem Nicht-NTT-Docomo-Tarif.
  • Aufladen, wenn leer. Die Airalo-App lässt dich mitten in der Reise mehr Daten für dieselbe eSIM kaufen — kein zweiter QR nötig.
  • iPad und Laptop per Hotspot. Persönlicher Hotspot vom Handy funktioniert. Die meisten Cafés und Hotels haben kostenloses WLAN — du brauchst es selten.

Fünf Minuten zu Hause

Die Pocket-WiFi-Ära war real und hat funktioniert, und für eine Vierergruppe mit einer Verbindung tut sie es immer noch. Für alle anderen: gib €8,50 und fünf Minuten auf der Couch vorm Flug aus. Land mit Balken. Die 90-Minuten-Kiosk-und-Postkasten-Schleife liefert eine langsamere Verbindung zum dreifachen Preis. Einfache Wahl 2026.