Aichi liegt zwischen Tokyo und Kyoto — und die meisten Reisenden fahren einfach durch. Das ist ihr Fehler. Japans viertgrößte Volkswirtschaft verbirgt Nagoya Castle, das ehrwürdige Atsuta Jingu, das originale Burgkeep von Inuyama über dem Kiso-Fluss und die Chita-Halbinsel mit Meeresfrüchten und Küstenblicken auf die Ise-Bucht. Dazu eine Fermentationskultur, die den Umami-Charakter der japanischen Küche mitgeprägt hat — und Ghibli Park für alle, die wissen, wonach sie suchen.
Städte & Ortschaften
Nagoya ist das unbestrittene Zentrum der Präfektur — doch die interessantesten Orte liegen oft eine Zugstunde entfernt.
Nagoya
Japans viertgrößte Stadt — Industriemacht mit Burganlage, Schrein und einer Esskultur, die sich nicht hinter Osaka verstecken muss
Industrie & Kultur
- Nagoya Castle
- Atsuta Jingu
- Miso-Küche
Inuyama
Kleinstädtisches Burgstädtchen nördlich von Nagoya mit einem der ältesten Originalburgtürme Japans über dem Kiso-Fluss
Ältestes Burgkeep Japans
- Inuyama Castle (Nationalschatz)
- Meiji Mura
- Kiso-Fluss
Okazaki
Geburtsort von Tokugawa Ieyasu — die Burganlage leuchtet im Frühling und Herbst besonders schön
Tokugawas Geburtsstadt
- Okazaki Castle
- Kirschblüte & Herbstlaub
- Tokugawa-Geschichte
Tokoname
Töpferstadt an der Küste der Chita-Halbinsel — alte Brennöfen, Tonkatzen und kaum Touristen
Töpferhandwerk & Küste
- Töpferpfad
- Alte Brennöfen
- Küstenlage nahe Nagoya
Top-Sehenswürdigkeiten
Von Nationalschätzen bis zu uralten Schreinen — Aichi bietet mehr historische Substanz, als die meisten Durchreisenden ahnen.
Nagoya Castle
Wiederaufgebaute Burg mit den berühmten goldenen Shachihoko-Figuren auf dem Dach — der restaurierte Honmaru-Palast im Inneren ist ein Meisterwerk der Edo-Ära
Goldene Shachihoko-Burg
- Goldene Shachihoko
- Honmaru-Palast
- Kirschblüten am Burggraben
Inuyama Castle
Einer der wenigen originalen Burgkeepe Japans — 1537 erbaut, kleines Holzbauwerk auf einem Felsen hoch über dem Kiso-Fluss
Originalburg aus dem Jahr 1537
- Erbaut 1537
- Originaler Holzturm
- Blick auf den Kiso-Fluss
Atsuta Jingu
Einer der heiligsten Shinto-Schreine Japans — soll das Kusanagi-no-Tsurugi-Schwert beherbergen, eines der drei kaiserlichen Reichskleinodien
Schrein des heiligen Schwertes
- Kaiserliches Reichskleinod
- Zedernwald
- Über 1.900 Jahre Geschichte
Ghibli Park
Das immersive Freizeitgelände im Expo 2005 Gedenkpark bringt die Welten von Studio Ghibli zum Leben — ohne die Überwältigung eines klassischen Themenparks
Studio-Ghibli-Erlebniswelt
- Studio-Ghibli-Atmosphäre
- Kein klassischer Themenpark
- Tickets im Voraus buchen
Meiji Mura
Freilichtmuseum bei Inuyama mit über 60 in die Meiji-Zeit versetzten Gebäuden — darunter das originale Eingangsportal des Imperial Hotel Tokyo von Frank Lloyd Wright
Freilichtmuseum der Meiji-Ära
- 60+ historische Gebäude
- Frank Lloyd Wright Eingang
- Westliche Meiji-Architektur
Geheimtipps
Aichi hat mehr zu bieten als Nagoya — diese Orte lohnen sich für alle, die einen Schritt abseits der üblichen Route wagen.
Chita-Halbinsel
Südlich von Nagoya: Tokoname mit seinen alten Töpferöfen, die Küstenstraße von Mihama und Fähren zu den Perleninseln von Toba in der Ise-Bucht
Töpferkunst & Küstenblicke
- Tokoname Töpferpfad
- Mihama Küste
- Fähre nach Toba
Korankei-Schlucht
Ahornschlucht nahe Toyota — rund 4.000 Bäume leuchten im November in satten Rottönen, abends mit stimmungsvoller Illumination am Fluss
Herbstlaub-Highlight
- 4.000 Ahornbäume
- Abendbeleuchtung im November
- Flussweg
Meiji Mura
Freilichtmuseum nördlich von Inuyama mit über 60 umgesiedelten Gebäuden aus der Meiji-Ära — darunter Teile von Frank Lloyd Wrights Imperial Hotel
Meiji-Architektur unter freiem Himmel
- 60+ Meiji-Gebäude
- Wrights Imperial Hotel
- Kostümverleih
Beste Reisezeit
Aichi hat das ganze Jahr über seinen Reiz — Frühling und Herbst sind die beliebtesten Reisezeiten, Winter überraschend angenehm.
Frühlingharu
Mär – Mai10–22°CViele Besucher
Frühlingharu
- Kirschblüten am Graben von Nagoya Castle Anfang April
- Inuyama Festival mit prächtigen Festwagen
- Frühlingsgün in der Korankei-Schlucht
- Mildes Wetter für Schreinbesuche
Sommernatsu
Jun – Aug24–34°CMäßig besucht
Sommernatsu
- Kormoranfischerei auf dem Kiso-Fluss
- Atsuta-Fest Anfang Juni
- Töpferworkshops in Tokoname
- Heiß und feucht — Regenzeit bis Anfang Juli
Herbstaki
Sep – Nov11–24°CViele Besucher
Herbstaki
- Korankei-Schlucht leuchtet Ende November in Rottönen — abends illuminiert
- Angenehme Temperaturen für Inuyama-Spaziergänge
- Sake-Saison in lokalen Brauereien
- Erntesaison
Winterfuyu
Dez – Feb3–11°CWenig Besucher
Winterfuyu
- Mild und trocken — ideal für Sightseeing
- Nagoya Winterbeleuchtung
- Stille Morgenstunden am Atsuta Jingu
- Hitsumabushi-Saison
Empfohlene Reiserouten
Von einem Tag in Nagoya bis zu einer mehrtägigen Runde durch Burgen, Töpferstädte und Herbstschluchten — hier sind drei Routen als Ausgangspunkt.
Häufige Fragen
Wie komme ich von Tokyo oder Kyoto nach Aichi?
Mit dem Tokaido-Shinkansen shinkansen guide (Nozomi) ab Tokyo bis Nagoya in rund 100 Minuten, ab Kyoto in etwa 35 Minuten — Preise variieren, aktuell vor der Buchung prüfen. Der Centrair International Airport (NGO) auf der Chita-Halbinsel bietet Direktverbindungen aus ganz Asien.
Lohnt sich Nagoya als Reiseziel?
Ja. Nagoya Castle, der restaurierte Honmaru-Palast, das altehrwürdige Atsuta Jingu und die lokale Esskultur — Hitsumabushi, Miso Katsu, Kishimen-Nudeln — rechtfertigen mindestens einen vollen Tag.
Wofür ist die Präfektur Aichi bekannt?
Toyota Motor Corporation hat hier seinen Sitz, Inuyama Castle gilt als Nationalschatz, Atsuta Jingu beherbergt eines der drei kaiserlichen Reichskleinodien, und Tokoname ist eines der ältesten Töpferzentren Japans.
Wie viele Tage sollte ich für Aichi einplanen?
Ein Tag reicht für Nagoya. Mit zwei Tagen lassen sich Inuyama Castle und Meiji Mura ergänzen. Drei Tage ermöglichen einen Abstecher zur Chita-Halbinsel oder zur Korankei-Schlucht im Herbst.
Was sind die versteckten Geheimtipps in Aichi?
Arimatsu mit seiner lebendigen Shibori-Färbekunst, die Korankei-Schlucht mit rund 4.000 Ahornbäumen im November und das Tsushima Tenno Festival mit beleuchteten Booten auf dem Fluss — alle drei deutlich weniger besucht als die Hauptattraktionen.
Ist das Toyota Commemorative Museum of Industry and Technology einen Besuch wert?
Auch für Nicht-Autofans lohnt sich das Museum: Die Webmaschinenhalle zeigt anschaulich, wie aus einem Textilunternehmen ein Automobilkonzern wurde. Aktuelle Eintrittspreise und Öffnungszeiten vor dem Besuch prüfen.